Ich bin gelernte Grafikdesignerin – über zehn Jahre habe ich mit Bildern, Zeichen und Gestaltung gearbeitet. Im Grunde habe ich schon immer dasselbe getan: etwas Inneres in eine sichtbare Form übersetzt.
Die Geburt meines Sohnes war der Wendepunkt. Durch ihn bin ich zur Symbolarbeit gekommen und habe entdeckt, dass Märchen, Archetypen und Bilder Brücken bauen – zwischen Erwachsenen und Kindern, und zwischen uns und dem, was in uns nach Ausdruck sucht.
Ich habe diese Arbeit jahrelang über das Symbolsystem der Astrologie begonnen. Doch nach vier Durchgängen und über vierzig begleiteten Frauen wurde mir klar: Die Astrologie war nie der Kern. Sie war eine Sprache. Der Kern ist das, was darunter liegt – Symbole lesen und übersetzen, damit sich die Seele ausdrücken kann. Und diese Sprache spreche ich auch über Märchen, über Naturmaterialien, über das Gestalten selbst.
Genau dorthin richte ich meine Arbeit heute aus. In der Goldschmiede finden Frauen über Symbolarbeit und kreativem Handwerk ihren ureigenen kreativen Ausdruck. In meinen Märchenwerkstätten wird eine Geschichte – als erstes meine eigene, der „Tanzbär” – zum Ausgangspunkt, an dem Kinder schnitzen, malen, erzählen und gestalten. Am Ende kann ein Buch entstehen. Vielleicht auch etwas ganz anderes. Der Weg ist das Schöpferische selbst.
Mein Wunsch dahinter ist einfach: dass Kinder – und die Erwachsenen, die sie begleiten – in einem Raum wachsen dürfen, in dem sie sich ausdrücken können, ohne sich beweisen zu müssen.